Dipl.-Ing. Umwelttechnik

Tobias Arnstadt

 

Huminstoffe als Tracer

In meinem Praxissemester untersuchte ich, ob sich Huminstoffe als natürliche Tracer zur Identifikation verschiedener Herkunftsräume und Abflusskomponenten eignen.
Das Semester, welches im Studiengang Umwelttechnik am IHI-Zittau (www.ihi-zittau.de) vorgesehen ist, absolvierte ich im Jahr 2006 am Czech Hydrometeorological Institut (www.chmi.cz) in Jablonec nad Nisou.
Die Arbeit wurde mit der Note 1,3 bewertet.

Im Folgenden finden Sie die Zusammenfassung. Die komplette Arbeit steht zum Download als PDF bereit. Sie können dabei zwischen einer deutschen und tschechischen Fassung auswählen.

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Analyse von Huminstoffen in zwei Einzugsgebieten im Isergebirge (Tschechische Republik)

T. Arnstadt (2006)

Zusammenfassung

In Rahmen dieser Arbeit wurde untersucht, ob sich Huminstoffe als natürliche Tracer zur Identifikation verschiedener Herkunftsräume und Abflusskomponenten eignen. Für die Untersuchung wurde die Dynamik des Huminstofftransportes in Abhängigkeit vom Abflussgeschehen räumlich als auch zeitlich in den Einzugsgebieten Uhlířská (UHL) und Jezdecká (JZD) im Isergebirge in der tschechischen Republik über den Zeitraum vom 20.03.2006 bis 12.06.2006 beobachtet und analysiert. Die beiden Einzugsgebiete zeichnen sich durch eine sehr hohen Flächenanteil an stark organisch geprägten Böden aus.

Für die kontinuierliche Beprobung erfolgte die Probenahme immer am Gebietsauslass der Einzugsgebiete. Die Beprobung der Flussverläufe erfolgte an jeweils zwei Terminen (am 22.05.2006 und 31.05.2006 in UHL sowie am 23.05.2006 und 01.06.2006 in JZD) in unterschiedlichen hydrologischen Situationen. Die erhaltenen Proben wurden mit Hilfe der High Performance Size Exclusion Chromatography (Hochleistungsgrößen-ausschlusschromatographie) auf Huminsäuren und ihre Konzentration hin untersucht. Begleitend wurde der pH-Wert gemessen und vereinzelt der gelöste organische Kohlenstoff bestimmt. Punktuell wurden auch Schwermetallkonzentrationen gemessen.

In den Proben konnten über die Molekularmasse Fulvinsäuren gefunden werden, was Fällungsversuche bestätigten.

Anhand der Ergebnisse der Flussverlaufsbeprobung konnte festgestellt werden, dass es einen ähnlichen Trend (zunächst leicht ansteigend, später leicht abfallend) der Fulvinsäurekonzentration bei beiden Flüssen von der Quelleregion bis zum Gebietsauslass gibt. Es konnten weitere Tendenzen festgestellt werden, die sich auf die Herkunftsräume zurückführen lassen.

Für die kontinuierliche Beprobung wurde ermittelt, dass der Zusammenhang zwischen der Fulvinsäurekonzentration und der Abflussspende dem Verlauf einer Logarithmusfunktion ähnelt. Für den pH-Wert und die Fulvinsäurekonzentration konnte ein linearer Zusammenhang bestimmt werden. Generell konnte im Verhalten immer die Zeit der Schneeschmelze von dem darauf folgenden Zeitraum unterschieden werden. Während der Schneeschmelze ist die Korrelation immer schlechter als in der Zeit danach. Für einzelne Ereignisse mit erhöhtem Abfluss wurden detaillierte Betrachtungen durchgeführt. Weiter wurden Stofffrachten der Huminstoffe über den Zeitraum für die beiden Gebiete berechnet.



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